Kiosk, Ruhetag

Vom Namen her nicht täuschen lassen, der Campground heißt Kiosk und liegt am Kioshkokwi Lake. Bei Sonnenschein haben wir am letzten Tag unserer Tour, die Seele baumeln lassen.
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Privat road with public access

Hinter Sultan, daß waren vom Wakami Lake nur ca. 25 km, war die Welt der öffentlichen Straßen zu Ende, ab hier ging es auf Schotterpisten weiter in Richtung Süden. Kurz und knapp, es hat Spaß gemacht, man kommt zwar nicht so schnell vorwärts, aber es geht mitten durch den Busch und für das Auge gibt es tolle Landschaften und Tiere zu sehen. Unser SUV sah allerdings anschließend etwas angenutzt aus, der Dreck ging bis ins Innere. Die Navigation war etwas schwierig, es gab auch Wege die das Navi nehmen wollte, die gingen aber ins Leere, die Himmelsrichtung war sehr hilfreich. Für ungefähr 230 km haben wir über 5 Stunden benötigt. Über Sudbury und North Bay ging es nach Kiosk, in den nördlichen Teil des Algonquin Provinial Park. Es war schon dunkel, die Navistimme sagte: "Sie haben ihr Ziel erreicht!" , daß stimmte zwar nicht, aber die Strasse war auf einmal zu Ende, mit Tempo 60 sprangen wir auf einen Feldweg. Im Licht der Scheinwerfer haben wir dann unser Zelt aufgebaut.
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Wakami Lake Provincial Park

Der Tag begann nicht so schön, also alles wieder im Auto verstaut, bis auf das Zelt, gefrühstückt und an die Rezeption zum bezahlen gegangen. Nach einem nette Schwätzchen mit den Rangern wurde das Wetter besser und die Sonne zeigte sich, also beschlossen wir, noch einen Tag zu bleiben. Wir mieteten uns ein Kanu und verbrachten einen sehr sonnigen Tag auf dem See. Übrigens läßt die Ausbildung der Parkranger zu wünschen, Pilze die wir den Birkenpilze zuordnen würden, kannten diese nicht. Pilze werden hier als Unkraut angesehen, daß keiner größeren Beachtung würdig ist.
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White River, Wakami Lake

Es geht weiter Richtung Süden durch White River, angeblich der Ort mit der tiefsten gemessenen Temperatur in Ontario. Es ist auch die Heimat von "Winnie the Pooh". Das große, etwas in die Jahre gekommene Thermometer, das den kältesten Ort makieren soll, haben wir erst nicht so richtig wahrgenommen. Es steht neben einer Tankstelle mit Fastfood, hier machten wir unsere Mittagspause. Das ganze liegt am Hwy 17, er ist auch die Einflugschneise für die Amerikaner und führt nach Michigan, was deutlich an den Gästen zu merken war. Über Wawa einen Abstecher zum riesigen Superior Lake ging es weiter zum Wakami Lake Provincial Park. Der späte Abend, tiefhängende Regenwolken, ein dichter dunkler Wald und ein neu aufgehängtes Schild "Danger Bear" bildeten den Rahmen für den Campground am Wakami Lake. Diesen Monat hatten wir noch keine Probleme mit Bären, war die Aussage vom Parkranger, an der Wand hingen Bilder von zärtlich geöffneten Wohnwagen, nur eben an falscher Stelle. Noch bevor wir unser Zelt aufstellen konnten, wurden wir von einer 8-köpfigen Entenfamilie besucht, diese war sehr zutraulich, sie wurden von unseren Vorgängern anscheinend gut versorgt.
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Nagagamisis Provincial Park

Es ist sonnig, aber kühl. Wir machen einen Ausflug zum nördlichen Ufer, hier gibt es einen kleinen Outfitter mit LCBO Store (Liquor Control Board of Ontario), wir haben uns einen vorzüglichen spanischen Rotwein (2006) gegönnt. Die Wahl war nicht so schwierig, jeweils eine Sorte rot bzw. weiß. Am Abend haben wir uns Popcorn zubereitet, dies gab es schon als "Fertiggericht", es brauchte nur noch übers Feuer gehalten zu werden, bis es seine eigentliche Bestimmung erfüllte, muß man kein zweites mal haben. Es gab noch einen abendlichen Besuch vom Parkranger, er studiert in Ottawa und verbringt die Sommermonate hier im Park. Er findet kleine Autos toll (vollkommendes Unverständnis von uns) und versteht die Deutschen nicht, 200 km/h auf dem Hwy fahren aber kein Feuer auf der Campsite machen dürfen.
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